Zahnerhalt durch Gewebe- und Knochenaufbau
Bei einer fortgeschrittenen Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis) bilden sich das Zahnfleischgewebe und auch der Kieferknochen langsam aber stetig zurück. Die Zahnwurzeln werden sichtbar. Die Zähne erscheinen immer länger. Ohne gezielte Behandlung führt dies unweigerlich zum Zahnausfall. Diesen Prozess können wir nicht nur stoppen, sondern in vielen Fällen den angegriffenen Kieferknochen und das Gewebe wieder aufbauen. So lässt sich drohender Zahnverlust oft vermeiden!
Ein weiterer, wichtiger Einsatzbereich für Gewebe- und Knochenaufbau ist die Vorbereitung des Kiefers für den Einsatz von Implantaten.
Je nach Diagnose empfehlen wir verschiedene Methoden:
Die am häufigsten angewandte und bewährteste Methode besteht darin, körperverträgliches Knochenaufbaumaterial mikrochirurgisch in den Knochendefekt einzubringen: Der Knochen wächst nach und der Zahn ist bald wieder in gesundem Zahnfleisch eingebettet, die Zähne haben wieder einen festen Halt.
Für spezielle Fälle gibt es noch weitere Verfahren, um Kieferknochen wieder aufzubauen. Dazu gehört z. B. auch das Einsetzen von zuvor am Kiefer entnommenen Eigenknochen. Ebenso kann gesundes Zahnfleischgewebe an die erkrankten Stellen transplantiert werden.
Trotz fortschrittlicher Behandlungsmethoden kann nicht immer jeder Zahn erhalten werden. Die Chancen dafür sind umso größer, je früher mit einer Behandlung begonnen wird.
Auch Zahnersatz braucht genügend gesunden Knochen
Der Wiederaufbau von gesundem, stabilem Kieferknochen ist nicht nur für den Zahnerhalt wichtig. Auch wenn eine Zahnrestauration oder Zahnersatzbehandlung, wie z. B. das Einsetzen von Implantaten, geplant ist, muss genügend stabiler Kieferknochen vorhanden sein. Nur so ist gewährleistet, dass der Zahnersatz funktionell und langlebig ist.
